Wir leben in einer sehr kurzlebigen und hektischen Zeit. Die Uhr ist unser ständiger Begleiter, auf der Arbeit oder im privaten Bereich. Die Zeit ist zu einem kostbaren Gut geworden. Wir hetzen von Termin zu Termin und haben das Gefühl längst nicht das geschafft zu haben, was wir uns vorgenommen haben. Der Satz: "Ich habe keine Zeit!" könnte der von Ihnen stammen?

Der Mensch hat auf fast alle Lebensbereiche Einfluss genommen, nur eines hat er nicht geschafft: Die Zeit zu verändern. Sie verrinnt wie die Sandkörner einer Sanduhr - unaufhaltsam. Umso wichtiger ist die Frage: Wie gehen wir mit unserer Zeit um, die wir zur Verfügung haben?

Von grundlegender Bedeutung ist die Tatsache, dass wir Menschen sehr unterschiedlich organisiert sind. So gibt es Menschen, die unter Zeitdruck sehr hektisch werden, andere bringt wiederum nichts aus der Ruhe.

Um aber Freiräume zu schaffen ist es erforderlich individuell zu analysieren, was uns viel Zeit kostet und wo wir effektiver mit unserer Zeit umgehen können. Ziel eines ausgewogenen Zeitmanagements ist es ein lebenswerteres Leben zu führen; Prioritäten müssen gesetzt werden. Dabei gilt es wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden und „Zeitfresser“ zu erkennen: Welche Aufgaben sind besonders zeitintensiv; gibt es Menschen, die dauerhaft viel von Ihrer Zeit in Anspruch nehmen? Aus Quantität wird so auf Dauer Qualität.

Ich versuche Ihnen Ideen an die Hand zu geben sich besser zu organisieren, um damit Ihr Leben abwechslungsreicher und angenehmer zu gestalten. Wir gehen gemeinsam der zentralen Frage nach: Wie können Sie Ihre Selbstorganisation besser auf den Weg bringen und sich Freiräume schaffen für die angenehmen Seiten und Dinge des Lebens?

Besonders Menschen, die sich als chaotisch bezeichnen und sich häufig über sich selbst ärgern, weil sie selbst gesetzte Ziele und Vorhaben nicht erreicht haben, können durch ein gezieltes und wirkungsvolles Zeitmanagement positive Veränderungen in ihrem Leben bewirken. Dabei möchte ich Ihnen gerne behilflich sein.

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Zum Thema Zeitmanagement … nur so …

Eines Tages wurde ein alter Professor der französischen nationalen Schule für Verwaltung gebeten für eine Gruppe von etwa 15 Chefs großer amerikanischer Unternehmen eine Vorlesung über sinnvolle Zeitplanung zu halten. Dieser Kurs war einer von fünf Stationen ihres eintägigen Lehrgangs. Der Professor hatte daher nur eine Stunde Zeit sein Wissen zu vermitteln. Zunächst betrachtete der Professor in aller Ruhe einen nach dem anderen dieser Elitetruppe. Sie waren bereit alles, was der Fachmann ihnen beibringen wollte, gewissenhaft zu notieren. Danach verkündete der Professor: „Wir werden ein kleines Experiment durchführen.“
Er zog einen großen Glaskrug unter seinem Pult hervor und stellte ihn vorsichtig vor sich hin. Dann holte er etwa ein dutzend Kieselsteine, etwa so groß wie Tennisbälle, hervor und legte sie sorgfältig einem nach dem anderen in den großen Krug. Als der Krug bis an den Rand voll war und kein Kieselstein mehr darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte seine Schüler: „Ist der Krug voll?“ Und alle antworteten „Ja!“

Er wartete ein paar Sekunden ab und fragte die Schüler: „Wirklich?“

Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit Kies gefüllten Behälter hervor. Sorgfältig verteilte er den Kies über die großen Kieselsteine und rührte dann leicht um. Der Kies verteilte sich zwischen den großen Kieselsteinen bis auf den Boden des Kruges. Der Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum: „Ist der Krug voll?“

Diesmal begannen seine schlauen Schüler seine Darbietung zu verstehen. Einer von ihnen antwortet: „Wahrscheinlich nicht“. „Gut“, antwortete der Professor. Er verschwand wieder unter seinem Pult und diesmal holte er einen Eimer Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in den Krug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem Kies aus. Wieder fragte er. „Ist das Gefäß jetzt voll?“ Dieses Mal antworteten seine Schüler ohne zu zögern im Chor: „Nein!“ „Gut“, sagte der Professor. Und als hätten seine wunderbaren Schüler nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter dem Pult stand und füllte den Krug bis an den Rand. Dann blickt er auf und fragte: „Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?“
Der Kühnste unter seinen Schüler - nicht dumm - dachte an das Thema der Vorlesung und antwortete: „Daraus lernen wir, dass selbst wenn wir denken, dass unser Zeitplan schon bis zum Rand voll ist, wenn wir es wirklich wollen, immer noch einen Termin oder andere Dinge einschieben können“.
„Nein“, antwortete der Professor, „darum geht es nicht. Was wir wirklich aus diesem Experiment lernen können ist folgendes: Wenn man die großen Kieselsteine nicht als Erstes in den Krug legt, werden sie später niemals alle hineinpassen.“

Es folgte ein Moment des Schweigens. Jedem wurde bewusst, wie sehr der Professor recht hatte. Dann fragte er: „Was sind in eurem Leben die großen Kieselstein? Eure Gesundheit, eure Familie, eure Freunde, die Realisierung eurer Träume, dass zu tun, was euch Spaß macht, dazulernen, eine Sache verteidigen, Entspannung, sich Zeit nehmen oder etwas ganz anderes.

Wirklich wichtig ist, dass man die großen Kieselsteine in seinem Leben an die erste Stelle setzt. Wenn nicht, läuft man Gefahr es nicht zu meistern, sein Leben. Wenn man zuallererst auf Kleinigkeiten achtet, den Kies, den Sand, dann verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat nicht mehr genug Zeit für die wichtigen Dinge. Deshalb vergesst nicht euch selbst die Frage zu stellen: „Was sind die großen Kieselsteine in meinem Leben? Dann legt diese zuerst in den Krug.“

Mit einem freundlichen Wink verabschiedetet sich der alte Professor von seinem Publikum und verließ den Saal.

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